nächtliche Fragen

… und mir ist schlecht – der Wehdam hat zugeschlagen. Ab morgen bin ich wieder alleine! An Schlaf ist nur zu denken, doch Morpheus öffnet seine Arme nicht. Wie ein störrischer Esel sträubt sich mein Unterbewusstsein und auch meine Angst, die Nacht anzunehmen.

Meine Lunge keucht. Das Gedankenkarussell dreht sich und kommt keine Millimeter vom Fleck. Es kreist um die Junioren, die ich nicht – wie vorgesehen – am Freitag abholen werde. Ist es richtig, dass sie noch länger bleiben? Lass ich sie auch nicht im Stich? Geht’s ihnen wirklich gut? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen?

Mein Bauchweh ist gigantisch, meine Ratio sagt: Ja. Wie kriege ich nur Bauch und Kopf zusammen?

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

2 Gedanken zu „nächtliche Fragen“

  1. Komm gut heim!
    Und ich finde es richtig (wenn auch nicht schön für dich und die Junioren) , dass sie länger bleiben. Wenn deine Lunge so spinnt kannst du nicht für sie sorgen ohne dass es dir selber immer schlechter geht (wenn es überhaupt geht)

  2. Es ist richtig. Du musst an dich denken, an deine Gesundheit. Auch für deine Kinder.
    Sie sind versorgt. Jede Mutter hat erstmal Bauchgrimmen, wenn sie ihre Kinder in die Obhut anderer gibt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es war, als meine damals kleinen Kinder zum ersten Mal ins Ferienlager fuhren, alleine, ohne mich. Und bei dir gibt es ja noch eine viel engere Bindung.
    Ich wünsche dir viel Kraft.

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