Frage | 22. Februar 18

 

Gibt es einen Grund zu lieben? Oder, warum lieben wir etwas, das uns möglicherweise nicht zurückliebt.

Zugegeben eine hypothetische Frage …

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

4 Gedanken zu „Frage | 22. Februar 18“

  1. Wenn man nicht liebt und nicht geliebt wird, fällt man aus der Welt. Liebe überfällt einen grundlos, ohne Erbarmen, zum Glück. Liebe ist, was die Welt zusammenhält. Novalis meinte, jedes Kind sei eine sichtbar gewordene Liebe (was nicht stimmt: Vergewaltigungskinder sind es sicher nicht).

  2. Ich glaube,es gibt immer einen Grund, etwas oder jemand zu lieben. Manchmal hat eine heimliche Liebe ihren Reiz, manchmal muss man sich eine Liebe aus dem Herzen reißen und manchmal wird sie ja auch erfüllt.

  3. „Warum lieben wir etwas …“? „Etwas“ kann man im tieferen Sinn gar nicht lieben. Wenn wir behaupten, Schokolade, Cashmere-Pullover, oder die Côte d’Azur zu lieben, dann wollen wir damit ja nur ausdrücken, wie außerordentlich gut uns diese Dinge gefallen. Wir werten sie für uns persönlich noch einmal auf, und da Liebe (auch die zu Menschen) immer dem gehört der liebt, ist diese „Liebe“ zu Dingen sogar vor Enttäuschungen sicher. Schokolade verzichtet nicht darauf dick zu machen, weil wir sie lieben, der Pullover wärmt nicht mehr und die Côte d’Azur rückt nicht näher heran. Aber das wussten wir vorher schon.

    1. Siehst du, genau darauf wollte ich (auch) hinaus! Etwas lieben geht nicht, nur mögen. Lieben geht nur mit lebendigen, mit Menschen, vielleicht auch mit Tieren.

      Wir hängen an Dingen, die nicht wichtig sind und denken, sie wären lebensnotwen.

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