ein Versuch

Festgefahrene Parteien miteinander ins Gespräch zu bringen, ist Schwerstarbeit. Wenn dann auch noch einige Gesprächsteilnehmer mauern und nichts sagen und jedes Wort aus dem Mund gezogen werden muss, oder nur schwammige Worthülsen kommen, um ja nichts falsches zu sagen und auf Prinzipien geritten wird – dann tue ich mich schwer.

Ausgerechnet ich wurde als Vermittler auserkoren. Mediator zu sein, ist Knochenjob. Aber es schult und ich habe viel gelernt, habe mich bemüht Du-Botschaften zu vermeiden, habe verhärtete Fronten, wenigstens ein bisschen, aufgeweicht. Ich werde mich ein wenig mehr mit dem Mediatorenjob beschäftigen, kann er mir doch helfen, mein Verhältnis zu meiner Schwester zu klären, oder wenigstens besser zu verstehen lernen.

Jetzt bin ich ausgepowert und habe ein verdammt schlechtes Gewissen den Junioren gegenüber, weil ich mit ihnen eigentlich zum Offenen Treff in die Stadt fahren wollte. Ich bewundere ihren Langmut – sie sind so toll und nehmen das Versäumnis gelassen hin. Danke Carsten, Danke Wiebke!

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

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