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Eigentlich

… täte ich mich jetzt gerne ganz alleine ins elterliche Wohnzimmer setzen – viel lieber noch einen Nachtspaziergang machen – und den Tag reflektieren.

Uneigentlich ist das die denkbar schlechteste Idee, denn erstens braucht mich Wiebke hier im Bett, als Trösterin bei einer neuerlichen Hustenattacke und zweitens muss ich morgen fit sein.

Ich schreibe unter der Bettdecke, um die Junioren nicht zu stören. Carsten schläft. Wiebke wälzt sich unruhig im Bett, ich kämpfe auch mit Husten und weiß nicht, ob ich eine Depression oder nur eine massive Erschöpfung habe.

Handygeschreibsel, sehr sehgeschädigt auf kleinem Bildschirm ohne Möglichkeit ich selbst zu sein. Funktionelle Grüße mit einer empathielosen Großmutti, die morgen einen normalen Tag erwartet und die hoffnungslos überfordert ist.

Am liebsten täte ich unsere Sachen packen und nach Hause fahren – mit der kranken Wiebke wäre dies Unterfangen – stundenlange Autobahnfahrt – dumm und äußerst fahrlässig.

Was kann ein Mensch eigentlich alles aushalten?

Autor: piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

3 Kommentare

  1. Liebe Piri,
    Wenn ich deine Beiträge so lese, fällt kann ich nur eines sagen:
    Mann, ist diese Frau stark- und das meine ich wirklich so.
    Ich wünschte ich hätte deine Stärke.
    GLG und ganz viel Kraft wünsche ich dir
    Martina

ich freu mich über Kommentare

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