Das tut man nicht

Man muss es einfach glauben, aber braucht es nicht. Eigentlich bin ich eine sehr schüchterne Person und war es in der Schule auch schon.

Wenn ich mir aber etwas in den Kopf gesetzt habe, dann bringen mich auch nicht die stärksten Argumente davon ab. Der Disput mit dem Lehrer begann damit, als er uns Kindern erklären wollte, dass man üben, üben und noch mal üben sollte, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Ausgerechnet in Kunst!

Da ich zum Chaos zusätzlich noch zur Faulheit neige, habe ich natürlich nicht geübt und konnte demnach auch nur eine Zeichnung vorweisen. „Warum hast du nicht mehr?“ Weil das, was ich habe, gut ist!“ war meine, für mich selbst erschreckende, Antwort. „Mal noch was!“ „Nein.“ „Warum nicht?“ „Weil ich nicht will!“ Genervt meinte der Herr Kunsterzieher: „Kunst ist Übungssache!“ – und dann war ich ganz keck: „Kunst kommt vom Nichtkönnen, denn wenn man es könnte, wäre es keine Kunst!“

Das war der Beginn vom Ende meiner weiterführenden höheren Schulzeit …

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

5 Gedanken zu „Das tut man nicht“

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