Ausgepowert


Warum ich Montage eigentlich nicht mag? Erstens ist es Wochenanfang und der fängt meistens damit an, dass die Herrschaften nicht aufstehen mögen – das haben wir gepackt. Aber wenn es dann Schlag auf Schlag geht und ich erst jetzt, um kurz nach 19:00Uhr durchschnaufen und ein Gläschen trockenen Riesling trinken kann, dann ist es wunderbar, dass ich den ganzen Tag nicht ein einziges Mal gegrübelt habe, aber auch ständig unter Strom stand.

Die Junioren – Carsten sitzt bei mir und hat Nachrichten geguckt, Wiebke knetet irgendein Fabelwesen in ihrem Zimmer – beide sind zufrieden und das ist die halbe Miete für einen wunderbaren faulen, friedlichen Abend, der garantiert nicht alt wird …

Reinhard Mey singt beim Kloster Banz, da waren wir auch öfter – vielleicht sogar bei diesem Konzert!

Es ist immer dasselbe

Die Ferien sind vorbei, der Alltag hat uns wieder – mittwochs ist Bandprobe und Parkplätze sind rar!

Ganz einfach ist es nicht wenn ich die Herrschaften vom Probenraum abhole, erstens ist dieser im Keller und zweitens an einer viel befahrenen Straße. Es ist spannend dort Carsten und Wiebke ins Auto zu setzen und die hupenden Fahrer, die es nicht verstehen können, dass ich keine 500 Meter zum nächsten Parkplatz laufen kann, diese sind manchmal sehr genervt und ich lasse Nerven, wenn ich schwitzend ein- und auslade!

Band ist wichtig, für Selbstbewusstsein, für Spaß, für den langen Abend und gegen Frust auf der Arbeit und bei Mama. Da nehme ich auch tutende Verkehrsteilnehmer in Kauf.