Mittagsausblicke

Kurz ein wenig dies und das, ein bisschen gucken und schauen, Atemgymnastik und neue Villa für die gefiederten Diebstähler, ein Wasser mit Limettenschuß und die grüne Decke über den Ohren …

… bis 16:00Uhr habe ich noch Zeit – dann ist Wochenende! Wer predigt mal nicht von der Kanzel herab, sondern macht stattdessen Abendessen?

Knock Out

Knock Out

…oder die Dampflok schnauft wieder.

Eigentlich wollte ich nur dieses hier veröffentlichen:

Guck

Jeder, der Asthma hat und auch die anderen, die mal Rückenschule mit Atemtraining gemacht haben, kennen die Kutscherstellung. So oder so ähnlich habe ich einen Großteil der Nacht verbracht. Zum Teil im Badezimmer, der feuchtwarmen Luft wegen und zum Teil mit der quietschgelben Lula, welches ein Inhalationsapparat ist – wer allerdings mehr gequiekt hat, kann ich nicht genau sagen, denn ich musste gucken, dass ich die doofe überzählige Luft aus meinen Bronchien herausbekam.

Mein gesamtes Equipment ist zum Einsatz gekommen – es ist wahrlich nicht wenig was ich auffahren kann! Wisst ihr, dass Espresso Bronchienerweiternd sein kann? Kontraproduktiv ist, dass Koffein den Blutdruck in die Höhe treibt und enorm unruhig macht.

piri aka petra allein Zuhaus – mein Brustkorb mit derPumpe ging ganz schön heftig auf und ab. Dann war und ist auch noch das Gefühl eines Fremdkörpers im Hals – es ist nichts, bin lediglich total verschleimt bis in die kleinsten Verästelungen – ich huste wie Der Hund von Baskerville. (Anmerkung an mich: Lass die blöden Metaphern. Sie sind ausgelutscht und obendrein bescheuert.)

Jeder, der Asthma hat und schon einmal einen Anfall hatte, der kennt das Gefühl der Panik keine Luft mehr zu bekommen. Dabei ist es gar nicht die Luftnot – es ist, die Luft nicht mehr rauszulassen. Man schnappt nach Luft und noch mehr und noch mehr und atmet nicht aus. Meine Crux ist obendrein noch, dass ein Teil meiner beiden Lungenflügel eh schon überbläht ist, ich deswegen noch bewusster atmen müsste…

Ich mache erst mal einen Punkt hinter diesen Artikel, hinter diese Nacht. Die Fragen, was ich nicht rauslassen/hergeben will, stehen im Raum und, haben Krankheiten immer einen Hintergrund in der Psyche? Ich zumindest bin froh, dass diese Nacht bald vorbei ist und die Junioren selig schlafen. So kann ich mich noch ein Weilchen zur Seite drehen und wenigsten versuchen ein bisschen zu ruhen … 4:07Uhr

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… aber das wäre zu einseitig, denn es ist nur ein Teil von mir. Gleich wecke ich die Junioren und Freitag ist es – mit allem Pipapo!

Das tut man nicht

Man muss es einfach glauben, aber braucht es nicht. Eigentlich bin ich eine sehr schüchterne Person und war es in der Schule auch schon.

Wenn ich mir aber etwas in den Kopf gesetzt habe, dann bringen mich auch nicht die stärksten Argumente davon ab. Der Disput mit dem Lehrer begann damit, als er uns Kindern erklären wollte, dass man üben, üben und noch mal üben sollte, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Ausgerechnet in Kunst!

Da ich zum Chaos zusätzlich noch zur Faulheit neige, habe ich natürlich nicht geübt und konnte demnach auch nur eine Zeichnung vorweisen. „Warum hast du nicht mehr?“ Weil das, was ich habe, gut ist!“ war meine, für mich selbst erschreckende, Antwort. „Mal noch was!“ „Nein.“ „Warum nicht?“ „Weil ich nicht will!“ Genervt meinte der Herr Kunsterzieher: „Kunst ist Übungssache!“ – und dann war ich ganz keck: „Kunst kommt vom Nichtkönnen, denn wenn man es könnte, wäre es keine Kunst!“

Das war der Beginn vom Ende meiner weiterführenden höheren Schulzeit …