Bulletin

Fieber ist weg, der Kopf schmerzt weiter, ein Zombie schaut mich im Spiegel an – nach knapp drei Stunden Schlaf auch kein Wunder. Nasennebenhöhlenentzündung! Mal wieder, hatte ich lange nicht.

Was fange ich an? Mein Lesestoff ist nichts für eine Matschbirne, bunte Bildchen mag ich nicht gucken, Modezeitschriften interessieren mich nicht und für ausgesprochene Frauenthemen habe ich keinen Kopf. In der politischen Welt eiern sie auch nur herum – Andrea Nahles gehört ins Bett, nicht an den Verhandlungstisch und die GroKo ist meiner Meinung nach, keine gute Idee. Aber wer mag schon Machtpfründe abgeben, wenn sich keine Alternative aufzeigt?

Deutschland steckt in der Krise. Viele Parteien sind sich einfach zu ähnlich und eigentlich denkt jeder nur an sich selbst. Wahrscheinlich bleibt wieder der Mensch auf der Strecke und der sogenannten Wirtschaft wird, des Wachstums Willen, der rote Teppich ausgelegt. Dabei hätte ich die rote Wegmarke lieber im Sozialen gesehen…

Aber ich habe Schädelbrummen und sollte zum Arzt gehen, statt mich über Politik aufzuregen.

Habt einen schönen Tag und macht das beste draus.

Wo bist du?

Ich weiß, dass du nicht auf dem Friedhof bist. Ich weiß, dass du mir nicht helfen kannst. Aber wo bist du? Ich suche dich! Und ich finde dich nicht. Am Anfang warst du im Regentropfen, der in der Tanne hing, du warst im Staub, der im Haus herumwirbelte. Auf dem Mark Knopfler Konzert, ein Dreivierteljahr nach deinem Tod warst du im Blättermeer dabei. Irgendwann warst du verschwunden, hast dich aus dem Staub gemacht und meine Sehnsucht wuchs. Dann haben mir Menschen gesagt, dass es nun an der Zeit wäre, das Trauern einzustellen und ich hatte noch gar nicht richtig anfangen können.

Im Ehebett konnte ich nicht schlafen, deine Seite war so leer – im neuen Bett kann ich nicht schlafen, deine Seite gibt es nicht mehr. Du bist mir abhanden gekommen. Wann? Wo? Was waren die Umstände?

Natürlich vermisse ich deine Berührungen, die Streitgespräche, dein Zuhören, auch deine Hilfe fehlt mir sehr – aber deine Wärme, deinen mir nicht immer verständlichen Witz, das vermisse ich noch viel mehr. Sind es die kalten Nächte, die einsam machen oder sind es die einsamen Nächte, die sie so kalt erscheinen lassen?

Wo bist du? Bist du in meinem Herzen? Dann hast du dich gut versteckt! Bist du in meinem Kopf? Dann dreh dich doch nicht immer im Kreis und guck mich endlich einmal an, damit ich Abschied nehmen kann…

Drei Kreuze

ENDLICH – und es ist Absicht, dass ich dieses ENDLICH groß und fett schreibe – endlich sind die Ferien vorbei!

Nicht, dass ich die Junioren nicht um mich haben möchte, aber über Weihnachten und Neujahr ist das schon eine lange Zeit, zumal wir kaum raus kommen und uns die Decke manchmal auf den Kopf fällt.

XXX – so mache ich drei Kreuze! Carsten freut sich auf seine Kollegen, Wiebke ist skeptisch und weiß nicht, ob sie es gut finden soll, morgens wieder so früh aufzustehen. Ich bin erleichtert nicht mehr alles alleine stemmen zu müssen.

Dass ich Erholung brauche, habe ich auch daran gemerkt, als ich vorhin einen Beitrag im Morgenmagazin angeschaut hatte, darin geht es um den Wünschewagen des ASB. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten und habe geflennt. Ich weiß, dass es so etwas öfter gibt, aber es kann nicht oft genug verbreitet werden, denn ein bisschen Freude braucht doch jeder Mensch in jeder Lebenssituation, oder?

Ich werde jetzt waschen lassen – Juniorenbetten – aber das ist ein ganz anderes Kapitel…

Als ich ein Kind war

Als ich ein Kind war, fragte ich mich immer: warum sind die Menschen so unfreundlich zueinander?
Als ich ein Kind war, fragte ich mich: warum verletzen sich die Menschen gegenseitig?
Als ich ein Kind war, verstand ich die Welt mit ihren Menschen nicht und ich floh in meine Traumwelt.
Heute verstehe ich die Welt und ihre Menschen besser, aber in meiner Traumwelt sind sie immer noch ganz anders …
Heute kenne ich viele Menschen die auch träumen …
Heute weiß ich, jeder Mensch muss bei sich selber beginnen, um seinen Traum zu verwirklichen.

piri ist wieder da

Ja, ich möchte wieder piri sein – meine alte Unbeschwertheit erlangen, meinen Witz wieder finden, Kind sein, albern sein, fröhlich werden.

Ich weiß natürlich, dass das alles nicht an einem Namen hängt – sechzehn Jahre alt werde ich dadurch nicht mehr werden und den Spitznamen piri bekommen. Den Film: Ich denke oft an Piroschka mag ich noch immer nicht, aber den selbstgewählten Namen – und dieser heißt nicht der Felsen, ist nicht starr, hat etwas leichtes, das ich mir zurückerobern möchte…

Nennt mich piri – und wie petra kleingeschrieben!