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Caféflucht

Warten – ich muss warten bis mein Auto fertig ist. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist das untätig herumzusitzen und Däumchen drehen. Das Buch, das ich mitgenommen habe, fesselt mich nicht  – ich kann sowieso in Gesellschaft nicht lesen. Viel zu viele Reize, viel zu viel Ablenkung.

Wie konnten nur Mascha Kaléko,  Erich Kästner, Kurt Tucholsky und die anderen aus dem Romanischen Café oder dem Größenwahn ihre Essays und Gedichte schreiben? Mich macht das kirre!

Mir gegenüber sitzt ein junger Mann am Laptop, offensichtlich arbeitet er – zumindest schaut er sehr konzentriert auf den Bildschirm und hin und wieder tippt er. Ich habe schon Schwierigkeiten einen simplen Blogtext zu verfassen und andere Leute arbeiten in dieser quirligen Atmosphäre…

…ich jedenfalls suche die Kellnerin und schnellstmöglich das Weite!

Autor: piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

3 Kommentare

  1. Das sind bestimmt dieselben Leute, die es fertig bekommen, in einem vollkommen überfüllten Nahverkehrszug, eingeklemmt zwischen Tischchen, Rucksack des Nachbarn und den langen Beinen des Gegenübers, an irgendwelchen Tabellen zu arbeiten. Ich könnte das auch nicht.

    Aber wie du schon richtig sagst: Schreiben in Cafés ist eine in der Literatur immer wieder vorkommende Tatsache. Und nebenbei der Titel eines schönen Schreibratgebers.

      • Ja, ich kenne ihn und würde jetzt gerne etwas gehaltvolles dazu schreiben, aber dafür müsste ich noch einmal kurz reinblättern. Aber du weißt ja, wie mein Zimmer (immer noch) aussieht …

        Aber ich kann mich erinnern, dass mir die Lektüre damals Spaß gemacht hat, auch wenn nicht alles exakt mein Ansatz gewesen ist. Stellenweise ist es ein wenig esoterisch angehaucht. Ein etwas anderer Blick aufs Schreiben.

ich freu mich über Kommentare

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