voller worte

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Zwiebelsuppe 


Es ist Zwiebelsuppenwetter – ganz eindeutig! Ich komme gerade von der Beerdigung des Nachbarn und habe mir in der kalten Kirche den Allerwertesten abgefroren. Brrrr, ist das kalt!


Nach Rezept koche ich äußerst selten, bei mir geht alles pi mal Daumen und so schmeckt kein Gericht, auch wenn es das gleiche darstellen soll, wie das vorhergehende. Heute fehlt mir z. B. Schwand und Weißwein; Petersilie habe ich auch keine. Trotzdem bin ich mir sicher, dass den Leuten mein Süppchen schmeckt! MamS hat sich jedenfalls immer die Finger geschleckt, wenn es zum Herbstanfang Zwiebelsuppe gab…

Frage

fragezeichenHattet ihr auch schon mal ein Rührgerät im Magen?

Meine wirren Gedanken sind vom Hirn in den Verdauungstrakt gerutscht. Sie liegen dort wie Blei und werden fortwährend, wie in einem Betonmischer, durcheinandergewirbelt. Von links nach rechts, von oben nach unten, von hinten nach vorne…

Dazu kommen die Viecher! Es wird Herbst und meine Insektenphobie wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Mich ekeln diese Krabbeltiere, die von draußen reinkommen. Dafür begrüße ich jede Spinne (wenn ich könnte mit Handschlag), denn diese fangen das Ungeziefer weg – da nehme ich sogar die silbernen Netze wohlwollend in Kauf.
spinnweben_tropfen

Sommersonntag

Sonntagnachmittag nach dem Bergfest – schöner Bergsommer, dabei ist es ein Festival und nur ein Hügel auf dem das alles stattfindet – aber schön ist es allemal und mein Fuß hat mitgemacht.

Musik klingt mir noch in den Ohren. Janis Joplin Cover Versionen und …

… dann ein Sommerabend, Wärme in der Wohnung und die Zimmer dunkel. Nur kein Licht machen, jedes Licht gibt Wärme, nasse Tücher überall – Verdunstungskälte. imageTrinken. Wiebke hat zu wenig getrunken und krächzt wie ein Rabe auf der Suche nach dem Glück. Meine Haare nass, die der Junioren feucht nach der Dusche. Was für ein Tag?

Von ganz unten kommt etwas hochgekrochen – heute nicht mehr, bitte. Heute nicht, heute ist Sonntag, da haben die Sorgen Ruhetag. Schön, […]

Ich gebe dem Kerle einen Kuss in den Nacken. Salzig und warm! Carsten dreht sich und guckt mich mit seinen blauen Augen gar nicht blauäugig an: „Du Mama, das war gut!“ Was gut war – der Kuss oder der Tag? Ich frage nicht nach.

G’schwind bin ich glücklich, aber auch traurig – Wehdam macht sich breit – Melancholia, nichts ist für immer und die Zeit nur für die Zeit unendlich weit!

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  • © 2016 petra ulbrich| 609Tage Kuddelmuddel voller worte. | Mit schon 1262 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit. | Urheberrechte beim jeweiligen Verfasser.
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