na bravo

  • der Kerle hat Nasenbluten – Kopf nach unten und tropfen lassen. Einen nassen Waschlappen in den Nacken, Wiebkes warme Küsschen dazu und bei der Gelegenheit bei ihr Fieber messen. 
  • das Töchting hat erhöhte Temperatur und sie will nicht ins Bett. Leise jammernd fährt sie durch die Wohnung, rammt jede Tür und will partout nichts trinken.
  • der Kerle ist inzwischen käseweiß, trinkt unter Zwang eine kleine Astronautenkost, legt sich flach und macht winzigpiep.
  • das Töchting sieht dies und fängt jämmerlich an zu weinen. In den Arm will sie nicht genommen werden. Allein möchte sie nicht sein. Zu Carsten ins Zimmer will sie auch nicht mehr …
  • der Kerle möchte nicht allein sein.
  • ich kann mich nicht teilen!
  • Wadenwickel für Wiebke.
  • Nackenumschläge für den Kerle.
  • Wäsche waschen für mich.

Alles ist wie es ist und wie es ist, ist es gut! Ich wünsche euch einen entspannten Abend.

Wenn ich Kommentare bekomme, dann freu ich mich sehr.

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

8 Gedanken zu „na bravo“

  1. Gerade eben habe ich folgenden Tip gegen Nasenbluten gelesen:
    „Legen Sie ein briefmarkengroßes saugfähiges Papier unter die Zunge. Das löst einen Reiz aus, auf den hin sich die Blutgefäße in der Nase zusammenziehen.
    Das stoppt rasch die Blutung.“
    Ich habe es selber noch nicht getestet und weiß natürlich nicht, ob es überhaupt eine Lösung für Carsten wäre.
    Ganz viele gute Wünsche für baldige Besserung – Biggi

    1. Carsten würde mir das Papier vor die Füße spucken, ganz abgesehen davon, dass ich es gar nicht erst unter die Zunge bekomme.

      Dankeschön aber fürs mitdenken. Das gibt mir ein gutes Gefühl – ich steh nicht alleine. Tuch in den Nacken hat sich sehr bewehrt.

  2. Sich um sich selbst zu kümmern ist ja manchmal schon schwierig, aber sich 24h um drei sich zu kümmern ist eigentlich eine Situation für eine Ganztagspflegekraft, die ins Haus kommt. Kommt für Euch eigentlich eine Gemeindeschwester in Frage?

    1. Wenn die Gemeindeschwester Zeit und Kapazität frei hat, kann sie kommen. Generell brauche ich für die Pflege keine Hilfe und ein Pflegedienst fängt morgens um 8:00 an – da sind die Junioren längst in der Werkstatt und um 20:30 ist Schicht im Schacht – da wollen Carsten und Wiebke noch nicht ins Bett. Schon gar nicht im Sommer!

      Als ich einmal sehr krank war, hatte ich eine Verordnung für eine Haushaltshilfe. Die Krankenkasse hatte es genehmigt und hat mit mir zusammen eine Helferin gesucht. Zwölf Organisationen haben wir angefragt, keine hatte Kapazitäten frei. Spontan geht gar nichts. Also wenn akut Nasenbluten ist, Wiebke vollgeschissen ist und ich auf den Bronchien pfeife, dann würden die Mühlen zwar zu mahlen beginnen, aber frühestens 2 Tage später kommen können.

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