2 Fronten | aber Krieg ist es nicht

Ich kriege Fracksausen, wenn ich an Carstens Esserei denke. Habe ich letztens erzählt, dass er gut isst, so muss ich das leider revidieren. 2 Tage hat er jetzt nichts gegessen, nur getrunken, ausschließlich Cola! Der Magen ist ein Hohlraum. Carstens Bauch ist eingefallen. Ich mache mir, mal wieder, Sorgen!

Will keinen Kummer mehr haben, will lachen, fröhlich sein und auch mal nen dummen Streich machen. Wiebke sagt, das hat sie in der Lebenswerkstatt von ihren Freunden gelernt: „Willi ist tot.“ Haben sie ihn gestern erschlagen, oder schon vor langer Zeit? Aber es ist wirklich an derselben – ich möchte endlich mal wieder herzhaft unbeschwert lachen. Wenn das so weitergeht, werde ich noch zur schrumpeligen alten Schachtel.

 

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

5 Gedanken zu „2 Fronten | aber Krieg ist es nicht“

  1. Liebe Petra, diese Mutter-Sorgen kenn ich nur zu gut, dieses sich im. Kreis drehen um immer dieselben Horror Gedanken. Was hilft da bloß? Ich bin am Sonntag allein rausgegangen nach schlaflosen Nächten und Panik dass der Jüngste nicht mehr heile wieder kommt vom anderen Ende der Welt. Und da lag Raureif auf dem Gras und der Wind wehte die Halme und die Sonne schien und es lag ein glitzern und funkeln in der Luft und ich dachte :Jetzt. Ich bin. Mehr nicht. Mehr geht nicht. Ich kann vieles nicht ändern und muss vieles abwarten und hoffen dass es sich fügt, ich bin nicht allmächtig zu sorgen dass es ihnen gut geht. Aber ich kann sein. Atmen, schauen, spüren. Und dann den Moment wieder holen wenn es gelingt, später, wenn die Sorgen wieder kommen und nicht aufhören. Ist sicher nicht zu vergleichen mit dem was dir geschieht, aber es ist der Moment der mir hilft aus diesen tiefen Löchern. Was hilft dir? Liebe Grüße Kat

    1. Was hilft mir? Gute Frage! Auch ich muss rausgehen, mich auspowern – nur manchmal geht es halt nicht. Dann lege ich mich in die Badewanne. Das tut meiner Haut wieder nicht gut – aber ich bin für ein paar Minuten abgetaucht und das wiegt viel mehr.

      Jetzt – am Morgen – geh ich auch raus in die Kälte!

  2. Wenn er einen Liter Cola getrunken hat, hat er mindestens hundert Stück Zucker zu sich genommen. Also, ich bin ja im Prinzip dafür, dass man „Kinder“ essen lassen sollte, was sie wollen, aber Cola nun gerade nicht, genauso wenig wie Nutella. (Du weißt wahrscheinlich von dem Teufelskreis Zucker – Insulinüberschuss – Unterzucker – dann Zucker nachlegen – noch mehr Insulinproduktion….usw.. Den Teufelskreis kann man nur durchbrechen, wenn man morgens nicht gleich mit Zucker anfängt. Bei uns gab es immer den Grundsatz „erst was Kräftiges, dann was Süßes“, und Cola haben wir, heute noch, nur an Festtagen im Haus.

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