Durcheinander | Obskurität

Nein, ich will mich hier nicht in Andeutungen verlieren und ich will auch nicht geheimnisvoller erscheinen, als ich bin . Aber gerade heute Morgen  – wie an fast allen Samstagmorgen – bin ich innerlich sehr zerrissen.

Meiner Atemlosigkeit geht es gut, sie macht ihr Ding und hindert mich daran, dass zu tun, was ich tun möchte – nämlich gut, gesund und glücklich zu leben!

Ich will zurück – nicht so weit und schon gar nicht nach Westerland – aber in den Norden, nach Hause. Dort, wo man spröde Menschen wie mich so nimmt, wie sie sind und nicht reingeheimnist, was denn sein könnte, wenn ich dies oder jenes sage. Vielleicht will ich auch nur weg aus der momentanen Enge, in der ich mich einsamer denn je fühle! Noch ist nichts, aber auch gar nichts geschehen – nur der Gedanke reift. Mit den Junioren habe ich es besprochen; sie sind bereit. Sie wollen den Schritt mit mir wagen. Auch die Wunschtochter würde mitziehen! Wir suchen ein großes Haus – am liebsten einen Bauernhof, weil wir Pferde unterstellen wollen. Behindertengerecht muss nur eine Wohnung sein, die kleine große Patchworkfamilie ist flexibel – nur Geld haben wir keins. Dafür haben die jungen Leute jeden Enthusiasmus, denn man sich nur denken kann. Sie können zupacken. Vielleicht kommt dann meine Kraft auch wieder in die richtige Richtung und ist nicht nur zerstörerisch tätig.

Ich will/muss hier weg – sonst geh‘ ich vor die Hunde!

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Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

22 Gedanken zu „Durcheinander | Obskurität“

  1. Wenn der Wille (und auch der Wunsch) bei allen vorhanden ist, dann ist das schon eine hervorragende Grundlage. Denn ohne viel Enthusiasmus wird sich so ein Projekt nicht gut verwirklichen lassen. Ich wünsche euch, dass sich das alles realisieren lässt!

  2. Das finde ich richtig gut und von der Gemeinschaft Jung und Reifer kann jeder nur gewinnen. Mach’s, Petra, lass den Gedanken weiter reifen. Ich denke, er kommt nicht von Ungefähr und ist richtig.
    Ich drücke euch ganz fest die Daumen.

    1. Es wäre zu schön. Nur im Moment sieht’s mal wieder mau aus. Die kleine große Familie muss vermutlich sehr schnell aus dem Haus raus, das sie gerade bewohnen – es scheint baufällig zu sein. Und 2 Umzüge innerhalb relativ kurzer Zeit ist nicht zu stemmen.

      Ach, wenn jetzt nur jemand einen Hauptgewinn ziehen könnte!

  3. Das klingt nach einer sehr guten Idee, ich drücke Euch die Daumen. Habe schon öfter gedacht, dass Du eigentlich in den Norden gehörst! Es gibt einen Trend von Stadtbewohnern, wieder aufs Land zu ziehen und verlassene Dörfer wieder zu beleben. So z.B. in dieses Dorf Heckenbeck: https://www.bing.com/videos/search?q=NDR+Film+Dorf+zur%c3%bcck+aufs+Land&view=detail&mid=D17D70B169765B7DE6BBD17D70B169765B7DE6BB&FORM=VIRE
    Diese Nordstory im TV hat mich neulich sehr beeindruckt.

  4. Das ist ein wundervoller Gedanke und ein Fingerzeig in eine bessere Zukunft. Ich wünsche euch ganz fest, dass es keinen Strich durch die Rechnung geben wird. Es wird immer im Wechsel mal mau aussehen und dann wieder besser. Lasst euch nicht verunsichern. Hauptsache ihr bleibt am Ball. Vielleicht eröffnet sich auf der Suche ja auch noch die ein oder andere Alternative zum Bauernhof, die auch zu euch und euren Vorstellungen passt. Meine Daumen sind ab sofort (((gedrückt))) 🙂

    1. Danke, für deine gedrückten Daumen. Ich wünsche mir so sehr, dass irgendwann alles gut wird und ich nicht immer das Gefühl der Unzurechnungsfähigkeit habe. ich wünsche mir, dass es eine Wohnlösung gibt, die uns allen gerecht wird und bei der niemand den schwarzen Peter zieht!

  5. Thema Bauernhof: mein Cousin ist Bauer und hat sein Hofgebäude 40 Jahre in Stand halten müssen. Er hatte Pflegepferde in seinem Stall, hat selbst Pferde gezüchtet und seine Frau hat Reitunterricht gegeben. Bauernhöfe und große alte Häuser sind wahre Geldfresser und erfordern handwerkliche Fähigkeiten. Dann lieber zur Miete in einem Dorf oder einer Kleinstadt, wo man in der Nachbarschaft Pferde unterstellen kann.

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