Autorpetra ulbrich

büsschen viel

Hab mich übernommen, hab zu viel gemacht, wollte alles auf einmal und nun hab ich die Bescherung.

Hab Schmerzen ohne Ende, an Händen und Füßen, im Nacken und Kopf. Bin müde und weiß, dass ich doch nicht schlafen kann.

Zwei in drei Tagen

Morgen hat Carsten Geburtstag und das bestellte Geburtstagsgeschenk ist nicht da. Er soll ein Handballtrikot seines Vereins bekommen. Zum Glück hat er sich noch einen Pferdewagen gewünscht – einen, wie den aus dem Scherlock-Holmes-Film – gibt es natürlich auch nicht. Aber ich habe einen anderen genommen.

2 Tage später hat Wiebke Geburtstag und damit beginnt das Drama – wie jedes Jahr – sie will ihren Bruder nicht gratulieren. Sie will als erste Geburtstag haben und sie will bestimmt dasselbe wie Carsten zum Geschenk haben…

Ich backe wie eine Weltmeisterin! Für 4mal Geburtstag feiern. Und dabei ist das Feiern Zuhause noch nicht einmal inbegriffen – doch da wird nicht auch noch Kuchen gegessen. Die Junioren mögen sowieso dann keinen mehr und wir ‚Großen‘ brauchen den nicht wirklich …

Lektüre

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Mit der Konzentration ist es auch nicht weit her, umso mehr habe ich mich gefreut, dass MamS mir Wartezeit-Literatur von der Büchergilde Gutenberg besorgt hat. So kann ich kleine Geschichten lesen, ohne überfordert zu sein.

Ob in der Arztpraxis, beim Friseur oder am Bahnhof wer muss nicht täglich warten? Diese Minutengeschichten sind bester Lesestoff für jede Wartezeit. Prominente Geschichten von Heimito von
Doderer bis John Updike, von Edgar Allan Poe über Gabriel Garcia Márquez bis Ernest Hemingway sind in vier handlichen Büchlein zusammengestellt. Passend für eine 5-, 10-, 15- und 20-minütige Wartezeit enthält jeder Band kurzweilige Geschichten aus der Weltliteratur.

Ohne klagen

Wie ist das mit dem Gehen? Wenn alle Gelenke schmerzen? Wenn der Nacken steif ist und ich friere, wie ein Schneider?

Es geht nicht!

Zum Teufel

Zum Teufel mit den Schmerzen.
Schick sie zur Hölle und lass sie dort schmoren.

Zum Teufel mit der Frisur.
Nimm eine Schere und schneide sie ab.

Zum Teufel mit dem Husten.
Lass ihn raus und halt ihn nicht fest.

Zum Teufel mit dem Gewicht.
Nimm es an, du kannst* es nicht ändern.

Zum Teufel mit den Gedanken.
Nimm ein Stück Papier und schreibe sie auf.

Zum Teufel…
fahr in den Abgrund und komm bloß nicht wieder!

  • im Moment

Jetzt endlich ein Buch

Paul ohne Jacob von Paula Fox

Paul ist vier Jahre alt. Er lebt mit seinen Eltern in New York. Da bekommt er einen kleinen Bruder. Er heißt Jacob. Jacob ist mit einem Konstruktionsfehler auf die Welt gekommen, er hatte das Downsyndrom. Seit es Jacob gab, war Pauls Leben schrecklich, manchmal wünschte sich Paul, er wäre gar nicht am Leben. Alles drehte sich nur um Jacob. In Pauls alter Schule hat Paul gelernt, nicht an Jacob zu denken. Dann zieht Paul um und alle wissen über Jacob Bescheid, ständig wird er darauf angesprochen: „Paul, wie geht es denn deinem Bruder Jacob?“ Oder: „Grüß deinen Bruder Jacob.“

In der neuen Schule findet Paul einen neuen Freund, er heißt George. Immer und immer mehr vergisst Paul, dass es Jacob gibt. Doch dank Pauls Großvater kehrt Jacob langsam in Pauls Leben zurück.

Meisterhaft erzählt Paula Fox von der Beziehung zu einem geistig behinderten Kind. Paula Fox ist zwar schon sehr alt (fast 90 Jahre alt), aber sie ist eine der besten amerikanischen Kinder- und Jugendbuch-Autorinnen der Gegenwart. Sie beschreibt, wie einsam und verzweifelt Paul ist und wie bockig und aggressiv er sich manchmal verhält. Ihre Perspektive ist die des fünfjährigen Jungen. „Paul ohne Jacob“ erzählt mit einfachen, schnörkellosen Sätzen Pauls Verlassenheit.

Zugleich zeigt das Buch wie sich die Eltern fühlen – hilflos und überfordert – nur auf ihren behinderten Sohn konzentrieren und darauf hoffen, dass der Ältere sich irgendwann mit der Situation abfinden wird. Dass dies schief gehen muss, liegt eigentlich auf der Hand.

Ob es ein Happy-End wie im Buch auch im wirklichen Leben gibt, darf bezweifelt werden. Das Buch ist auf jeden Fall sehr lesenswert – und nicht nur für Kinder!

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