Autorpiri ulbrich

coachen

Da möchte mich jemand coachen! Für 89€ in der Stunde! Die Dame sagt, es wäre ein Sonderpreis, normalerweise verlangt sie 120€.
Nein danke, ich brauche kein Coaching. Es war gestern ein Gespräch am Rande. Ich bin froh, dass sie nicht die Minuten berechnet hat. Sie meinte, mein Potential läge brach, ich solle mich mehr trauen, mir selber trauen, mir etwas zutrauen und drauf vertrauen, dass sie mir helfen kann. Wobei, hat sie nicht gesagt. Dazu war die Zeit viel zu knapp.

Warum habe ich jetzt wieder Bauchweh? …und warum will mich jemand coachen, der mich gar nicht kennt? Das ist doch nur eine Masche? Bloß meine Bauchschmerzen, die sind ganz real!

…übrigens: ich freu mich über jeden Kommentar!

Zwischendurch

Ich habe jemanden im Fernsehen gesehen und dabei gedacht: „Meine Güte, ist die alt geworden!“

… und jetzt trau ich mich nicht mehr, in den Spiegel zu schauen.

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… und ein Nachtrag mittags zur Bayernwahl!

und manchmal

… stehst du da und kannst nur staunen!

Staunen über die Unbeschwertheit, mit der Die bunten Mützen ihre Songs spielen und sich nicht beirren lassen, wenn um sie herum scheinbar niemand richtig anwesend ist.
Staunen über das große Mundwerk vom Kerle, der das Publikum dann doch noch fesselt.
Staunen über den anderen großartigen Sänger mit kleinem Handicap, der mir bei Kaffee und Kuchen ununterbrochen von seiner Liebe vorschwärmt.
Staunen über die Tombola, die so gar nicht für Menschen mit besonderen Bedürfnissen bestückt ist.
Staunen über das Töchting, das so schön ist, wenn es lacht!
Staunen über bunte Blätter, einen blauen Himmel, große weiße Wattewolken, ein Backsteingebäude in dem die Menschenmassen mürrisch verschwinden und fröhlich wieder ausgespeit werden.
Staunen über Behindertenfunktionäre, die Berührungsängste haben.
Staunen über scheinbar tolpatschige Menschen und dann erfahren, dass diese eigentlich auf dem Rollstuhl sitzen sollten.
Staunen, um des Staunens Willen.

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Ich bin müde! Ich habe einen guten Job gemacht und ich habe mich unterhalten – das erstaunt mich am allermeisten. Ich kannte diese Menschen nicht …

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas Gutes tun!

Menschheit

Eine Menschheit die mit ihrem Alleinsein nicht fertig wird

Wir sind eine kleine und einsame Menschheit,
die offenbar mit dem Alleinsein

auf dem von uns bebauten steinigen Planeten

nicht fertig wird.

Das Beste, was wir füreinander tun können:

Dass unsere Schnitzer und unseligen Missgeschicke

ein schroffes, heftiges Mitgefühl verraten.

Adrienne Rich

Nachtrag um zwanzig nach zehn: Der Planet ist nicht nur steinig, es sonnt vom blauen Himmel herunter und rotgelbgrünbraune Töne klingeln an den Bäumen und wollen fliegen lernen …

…übrigens: ich freu mich über jeden Kommentar!

und wieder fällt mir keine Überschrift ein

Heute lebe ich wieder im Konjunktiv! Ich müsste, wenn ich denn könnte, dann sollte ich ein bisschen schlafen. Denn, wenn die Junioren nach Hause kommen, beginnt ihr Wochenende schon heute. Ich sollte auch putzen und müsste Gitarrengriffe üben, ich könnte auch einen Kaffee trinken (…)

Morgen ist einmal wieder ein Bandauftritt und dafür will ich noch Carstens coolste Hose waschen und für Wiebke ein buntes Stirnband häkeln. Außerdem möchte ich ein Mittagsschläfchen machen. Also, bitte nicht stören!

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas Gutes tun!

 

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