Das Leben ist zu kurz für irgendwann

Jetzt singe ich!
Jetzt weine ich!
Jetzt lache ich!
Jetzt nehme ich meine Kinder in die Arme!
Jetzt gehe ich in die Weinberge schleichen!
J…

Was für ein pathetischer Anfang für einen Blogartikel. Ich bin so wenig und so viel Philosoph, wie jeder andere und ich habe immer im hier und jetzt gelebt, geliebt, gehasst, gearbeitet. Dass ich mir Sorgen mache, um die Zukunft und um die, der Junioren, das ist auch nichts besonderes. Besonders ist die Intensität und die diffuse Angst; da kommt es besonders hart, wenn mobbige Nackenschläge treffen.

Jetzt gehe ich raus, Wimpernfarbe kaufen und Kekse und Cola und Schokolade und vielleicht auch was Gesundes. Servus, macht’s gut, tschüss, auf Wiedersehen, grüerzi, baba …

Schade

Warum reden wir so selten wirklich miteinander?
Warum urteilen wir über Menschen, ohne sie richtig oder überhaupt zu kennen?
Warum kränkt uns dieses Urteil so sehr?
Warum werden geschriebene Worte leider oft missverstanden?


Ich kann für das man natürlich auch jedes Mal ich sagen. Ich bin erzürnt, aufgeregt – und das nicht nur über dieses Missverständnis – ich bin fast aufgelöst, weil mir bei dem neuen, sündhaft teuren Autositz von Carsten gerade eine Schraube herausgebrochen ist – zum Glück sitzt der Kerle nicht bei 180 km/h in eben diesem Sitz (und wir haben einen Unfall), denn dann wäre etwas Schreckliches passiert …
Okay, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun – jedenfalls nur sehr peripher – mir hat beides sehr an den Nerven gekratzt!

aus der Reihe tanzen

Heute tu ich es und ich mache es immer wieder auch gerne, denn ich bin nicht dafür gemacht, mich unisono mit der Masse zu drehen. Schon früher, wenn es hieß: „Heb dein rechtes Bein!“, dann habe ich garantiert das linke geschwungen. Nicht, weil ich lechts und rinks nicht unterscheiden kann – ich bin immer noch nicht firm und werde es zeitlebens sicher nicht – nein, weil mir oft der Sinn nicht einleuchtete und wenn ich etwas nicht nachvollziehen kann, dann hinterfrage ich das gerne.

Mein Leben ist mein Leben und gerade – mal wieder – bin ich ein Fischlein, das nicht im Schwarm schwimmt und tanzen will.

Aber bitte nach meiner Musik, in meinem Takt…

Klärchens Lied

Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein;
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt –
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

… und jetzt sollte und wollte ich etwas Weises schreiben! Da mir aber nichts dergleichen einfällt und ich zudem auch noch vom Töchting gerufen werde, möchte ich dem Geheimrat – der übrigens auch sehr unter Stimmungsschwankungen litt – nichts hinzufügen. Gute Nacht, euch allen!