Ach, und jetzt?

Es regnet. Es regnet schon den ganzen Tag; dabei sollte es bis in die Niederungen schneien. Stattdessen regnet es. Es ist schön, dass es regnet – ich mag es, wenn es regnet. Es ist nicht still!

Ein Traktor fährt vorbei, doch der Motor scheint kaputt zu sein. Der Lärm ist gigantisch. Der Porsche, der kurz darauf die Straße hinauf fährt, ist dagegen nur viel zu schnell. Hier auf dem Dorf kann es sein, dass diese beiden Fahrzeuge in ein- und derselben Garage stehen …

Ich sitze am Fenster und gucke nach draußen. Im Regen mag niemand spazieren gehen. Die junge Witwe von gegenüber – sie hat so ganz andere Interessen; wir können uns außer Guten Tag und Wie geht’s nicht viel sagen – die junge Witwe stand gerade 5 Minuten vor ihrer Haustür und schaute in den Regen. So wie ich in den Regen schaue. Tropfen für Tropfen. In der Einfahrt hat sich ein Rinnsal gebildet. Plop —- Plop —- Plop —- plop plop, plopplopplop, Plop —- Plop — Plop, plop plop.

Dröpje für Dröpje, ein Tropfen und noch einer. Stetig und beharrlich regnet es. Nichts geschieht! Niemand kommt, niemand geht – ich sitze am Fenster, habe mein Kinn in die rechte Hand gestützt, betrachte die Fingernägel der linken und …

„Mama, MAAMA – mein Internet geht nicht!“

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

Ein Gedanke zu „Ach, und jetzt?“

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