3 Schnäpse und eine Spritze

Zäumen wir das Pferd von hinten auf, vom Abend zum Frühstück! Doch zum besseren Verständnis, chronologisch.

Aufgestanden bin ich mit überblähter Lunge – nichts, oder nur sehr wenig ging raus. Dampflokbergfahrt war angesagt, mit Puls auf 130, aber mit gutem normalen Blutdruck. Kopfweh und Kotzen – kurz gesagt, nüscht los.

Nach dem Kaffee Sauerstoff, liegen im Schwesternzimmer und die Option auf eine vorzeitige Abreise. Aber fahnenflüchtig wollte ich nicht sein, zumal wir heute Abschied feiern wollten. Tja, da hab ich eben wieder hoch dosiert Kortison gespritzt und alle Anwendungen gestrichen bekommen. Nach Mittags- und Nachmittagsschläfchen konnte ich halbwegs durchatmen und beim Italiener lecker essen. Hauptspeise, Grappa, Tartuffo, Grappa – dann mussten wir zurück in die Kurklinik. Dort gab es keinen Grappa, aber Williams…

Jetzt schnaufe ich nicht, habe die nötige Bettschwere, mein Notfallspray neben mir und morgen ganz früh einen neuerlichen Spritzentermin für das Teufelszeug – schlaft besser, als ich und vergesst den Traum vom Essiggemüse. Donnerstag fahr ich heim und Freitag stehe ich bei meinem Pneumologen auf der Matte. Alles wird gut!

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

4 Gedanken zu „3 Schnäpse und eine Spritze“

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