sutsche piano

In diesen Tagen geht’s nur langsam und dennoch liegen oft die Nerven blank. Der Aushilfsbusfahrer guckt mich mit großen braunen Augen an und hat überhaupt keine Ahnung, wie er die Junioren ins Fahrzeug setzen soll. Erst kommt er zu spät, dann findet er den Weg nicht zur Haustür und tragen darf er auch nicht – Himmel, warum macht er dann diesen Job? Wiebke was not amused, sie hat klipp und klar gesagt, dass sie nicht nur behandelt, sondern dass ihr respektvoll begegnet werden soll. Aber es ist ja morgens schon so warm …

Wer jetzt noch gut denken kann, der ist zu beneiden. Ich bekomme nichts auf die Reihe, kann kein Buch lesen, muss meckern, dass die Junioren ausreichend trinken, muss für drei denken, dass wir durch diese heißen Tage kommen. Ob es gut ist, diese Frage stellt sich mir nur am Rand. Wir sind mitten im Klimawandel und ich habe Bedenken, ob wir das noch umdrehen können.

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#MeTwo – Alltagsrassismus in Deutschland. Ich erkenne Parallelen zu behinderten Menschen, auch diese werden ausgegrenzt und teilweise beleidigt. Carsten wurde auch schon als Affe bezeichnet. Denkt mal nach: Wie sehen wir Menschen, die anders aussehen? Wie begegnen wir anderen, die nicht in unser Weltbild passen?

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

4 Gedanken zu „sutsche piano“

  1. Sobald sich andere Planetenbewohner über andere stellen & so tun als seien sie bessere schlauere schönere oder wichtiger als andere hört der Spaß für mich immer auf. Ungeachtet ob es sich um Obdachlose / Kleinwüchsige / Menschen mit Handycap / Fluchtopfer oder oder oder handelt. Ich erhebe dabei immer meine Stimme & bekunde laut und deutlich meinen Unmut. Egal bei wem & wo. Und ob der betreffende einen Prof. Titel hat oder nur einen gelben Porsche. Ob Dienstgeist oder Busfahrer. Und diese seltsame #MeTwo Nummer bringt mich da auch nicht weiter.
    Mein Misstrauen gegenüber solchen Schlagwörtern bleibt dennoch.
    Ein besseres Rezept als die Stimme erheben & beide Mittelfinger strecken habe ich bis dato nicht.
    Es verändert zwar nicht unbedingt den betreffenden aber vielleicht die Gesamtsituation.
    Weniger Arroganz und mehr Rücksicht und Achtung würde oft schon helfen.

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