… statt nur dabei

Heute stehen meine Wünsche in krassem Gegensatz zu den gegebenen Möglichkeiten. Ich sehne mich nach Veränderungen, nach Menschen, Herausforderungen und ein bisschen Aufmerksamkeit. Wenn ich mich aber daran machen möchte, diese Vorstellungen umzusetzen, dann werde ich ausgebremst.  Alles kostet enorme Kraft. 

Außerdem trage ich zu schwer an den Problemen. Es ist notwendig Ballast abzuwerfen, sonst werden die Schwierigkeiten noch mehr wachsen – mir über den Kopf wachsen. Leichter nehmen, fällt unglaublich schwer.  Besonders mit dem Wackerstein des schlechten Gewissens im Handgepäck. 

Ich möchte, dass wir teilnehmen, nicht nur zugucken!

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

12 Gedanken zu „… statt nur dabei“

  1. Ja, Petra, das kann ich verstehen. Wir, die Gesellschaft, jeder einzelne, sind zu wenig offen für die Nöte anderer. Das Interesse am anderen erlischt bei vielen dann, wenn es etwas kostet, und sei es Zuneigung oder ein offenes Ohr oder vielleicht nur ein Lächeln.

    1. Für Außenstehende ist es absurd. Du steckst auch nicht in der Situation. Ich habe permanent das Gefühl nicht genug gemacht zu haben, etwas versäumt zu haben, den Junioren nicht gerecht zu werden. Wiebke nicht, Carsten nicht – einer kommt immer zu kurz. Alleine bin ich oft hilflos und meistens vergesse ich mich selber dabei. Wenn wir daheim rumsitzen und draußen ist herrliches Wetter. Ich möchte, dass es meinen Kindern gut geht … und ich kann Ihnen noch nicht einmal einen Freibadtag schenken, so ganz alleine!

  2. Das Gefühl nie, aber wirklich nie und niemals auch annähernd alles halbwegs Sinnvolle geschafft zu haben ist mir vertraut.
    Ich sage mir immer, ich sollte es als gegeben akzeptieren und mich davon nicht fertig machen lassen. Nun ja, es kommt mal vor, dass das gelingt.
    Natalie

  3. Einfach mal von Mutter zu Mutter. Du bist toll so wie DU bist.Keiner kann so intensiv Sein(e) Kinder lieben wie eine Ma
    Alles was Du gibst ist der Hammer und ich glaube sicher dass Du dich viel zu oft hinten an stellst.
    Du solltest bitte hier und da an dich denken, denn nur so hast du dann auch wieder Kraft für deinen wahnsinnig heftigen Alltag.

    Ich drücke dich und ziehe den Hut vor dir

  4. was du alles schaffen mußt und wie gut alles machst, ich bewundere dich sehr. du machst das maximum, andere hätten schon das handtuch werfen müssen.
    dass du sehnsucht hast nach dingen, die für dich so wichtig wären, das kann man so gut verstehen! wie sehr wünsche ich dir, dass du ein wenig mehr zeit für dich selber haben könntest und dass von igendwo rettende engel kommen, die dir dabei helfen. ach, wär’s doch bloß so!!!

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