So golden wird es nimmermehr


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8 Kommentare

  1. Hast du gut getroffen.

  2. So ein schönes Foto mit wunderbar warmen Farben. Warst du in den Weinbergen?

  3. Das ist ein total schönes Foto, diese warmen, gemischten Töne liebe ich, danke dafür !

    Ich habe diese Website durch den Kommentar bei Peter entdeckt und wünsche alles Liebe und, wenn möglich, auch das eigene ICH nicht ganz vergessen,

    liebe Grüsse
    Andrea

  4. Ach Piri, ich kann mir das bestens aus eigenen, sehr frühen Erfahrungen schon als Kind vorstellen, wie wenig es gelingt, an sich selbst zu denken.

    Ich habe als 7jähriges Kind durch eine Krankheit, die mich fast in den Tod brachte, hinterher diese Hilflosigkeit und Abhängigkeit erlebt, wenn man sich selbst nicht helfen kann….man für vorige „Freundinnen“ so gar nicht mehr existiert, da man eben nicht aktiv sein kann…..dass Kinder grausam sein können, ist nicht nur ein Spruch. Erwachsene aber auch, unfassbar, was meine Eltern und ich in dieser Zeit alles zu hören bekamen….ich ahne, DU könntest ein Buch darüber schreiben.

    Aber kein Gejammer, ich durfte wieder gesund werden, nur die nicht vorhersehbaren Folgen holten mich dann doch Jahrzehnte danach erneut ein mit 44, Rücken kaputt :((, aber es gibt wahrlich schlimmere Dinge.

    Kaum war ich gesund, erkrankte mein Vater an MS, später auch mein jüngster Bruder und das, was ich bei dir (ich hoffe, es ist ok, wenn ich DU schreibe) so mitgelesen habe, erlebte ich dann in Reinkultur bin….schwere Treppenstürze meines Vaters, blutige Stirn, ihn mühsam aufrichten als 12/13-jährige zusammen mit der Mutter.
    Aber immer noch konnte er da laufen am Stock, auch Auto fahren war ok, dann holte ihn ein MS-Schub ein, als wir hunderte Kilometer von zuhause weg waren…er war im Auto in der Sonne eingeschlafen und war und blieb beim Aufwachen total benommen…..ich hatte HEIMLICH schon mit 13 gelernt, das Auto zuhause aus der Garage zu fahren (meine Mutter wagte nie den Führerschein) und so fuhr ich uns tatsächlich in der Nacht heil nachhause….ich konnte es wirklich, aber denke ich heute, Jahrzehnte später, darüber nach, wundere ich mich, was wir da alle riskiert haben….aber mein Vater realisierte gar nichts mehr richtig und meine Mutter war regelrecht traumatisiert und ich war eben immer noch eine Jugendliche, wenn auch eine sehr engagierte und anpackende.
    Als dann der Rollstuhl kam und ich wegen entsprechender Ausbildung/Uni in eine andere Stadt ziehen musste, weigerte sich meine Mutter LEIDER, irgendwelche Hilfe von aussen anzunehmen….tatsächlich pflegte sie meinen Vater über viele Jahre alleine, als er starb, war sie 54 Jahre, psychisch völlig ausgebrannt und von körperlichen Folgen will ich gar nicht erst anfangen.
    Es gab da noch Brüder, aber einer war erst zu jung und später selbst mit Mitte 20 von MS betroffen und der ältere hatte mit der SACHE eher nichts zu tun……….also er wollte/konnte??? sich nicht einbringen, so, wie er mich als Schulmädchen das Auto aus der Garage holen liess, so wenig half er in der Pflege mit.

    Was aber auch an tatsächlich an meiner Mutter lag, die mit quasi preussischer Disziplin sich auferlegte, dass SIE das nun alles macht ohne Hilfe einzufordern.

    Würdest du in meiner Nähe wohnen, würde ich dir gerne helfen, nur genau DA, wo du WIRKLICH Hilfe brauchst, müsste auch ich, durch den kaputten Rücken gezwungen, absagen und genau da liegt ja eines deiner Hauptprobleme, du brauchst Leute, die einfach ANPACKEN können und dazu noch empathisch sind, gerne mit deinen ja inzwischen erwachsenen Kindern Ausflüge machen würden.

    Vielleicht hat meine Mutter das schon geahnt, dass sie auch niemanden finden wird, der in dieser Richtung mit ANPACKEN will….deshalb ruinierte sie ihren Körper, sprach aber kein Wort darüber, kam ich nachhause und fragte, ob sie klarkommt, oder ob wir uns um Hilfe umsehen müssen. Leider hat sie sich im Laufe der Zeit eine so perfekte FASSADE angeeignet, dass alle sie bewunderten, wie super sie alles meistert, auch nach aussen.

    Ich wünsche dir so sehr, dass du entsprechende HelferINNEN findest und es für dich alles etwas leichter wird, in heutigen Zeiten gibt es doch soviele Ehrenamtliche…hört man zumindest immer.
    Aber ehrlich gesagt….als ich letztes Jahr plötzlich völlig alleine mit Mann im KH da stand und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt selbst an einer schweren Grippe erkrankt war, guckte ich mich auch um und es war genau EINE ehemalige Nachbarin da, die ich in meiner Verzweiflung anrief……alle anderen neigten zwar besorgt den Kopf, sprachen sie mich in der Nachbarschaft an, aber ein Hilfsangebot gabs KEINES und das, nachdem ich kurze Zeit davor täglich 4 Wochen für den dementen Mann einer Nachbarin da gewesen war, die 4 Wochen in Reha war.

    Ich hätte für den riesigen DANKE Blumenstrauß, den sie brachte, später lieber gehört, kann ich DIR jetzt helfen……..

    Achje, all das ist grade sowas von keine Hilfe für dich, nur mein Verständnis ist mehr als gross und es tat mir leid als ich sah, dass du nicht in meiner Nähe wohnst, IRGENDWAS hätte ich ja vielleicht doch tun können.

    Ein Satz aus dem FB hängt bei mir an der Wand:
    Wenn die HOFFNUNG aufsteht, legt sich die VERZWEIFLUNG schlafen !

    Ich lasse dir liebe Grüsse da und wünsche dir so sehr, dass sich baaald Hilfe findet,
    Andrea
    (ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich viel Text hinterließ)A

    • Es ist total in Ordnung und danke für diesen Text! Es relativiert meine Lage und sehe daraus, dass ich nicht allein auf weiter Flur stehen, dass es anderen genauso geht, wie mir bzw. uns!
      Helfen tut es dir nicht, aber ein bisschen tröstest es mich…

      Sei lieb gegrüßt und Kopf hoch – unterm Arm macht er sich nicht gut!

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