Nachtlektüre

Zeit Campus  fragt nach unseren rassistischen Vorurteilen. Ich sage: Wer frei davon ist, der werfe den ersten Stein. So manche dieser Fragen haben mich stutzen lassen und ich habe mich ertappt. Dabei bin ich wirklich ein Mensch, der andere Menschen lässt. Doch wenn jemand schwarz ist, radebrecht und womöglich unmodisch angezogen ist, dann rattert auch meine Maschine im Kopf. Bei mir macht es viel die Sprache und letztens bei der Reflexion einer Situation habe ich über mich selber den Kopf geschüttelt – was bin ich doch für ein arrogantes Arschloch, dass ich vom schlechten Deutsch auf die Wertigkeit der Person schließe. Wäre ich in Mosambik, hätte ich nichts verstanden und gar nichts sagen können, noch nicht mal radebrechen … Wie gesagt: Wer ohne Vorurteile ist, der werfe den ersten Stein – auch in puncto Behinderung, Alte, Kranke, Kinder, etc. pp!

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

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