Heute – Alltag

Ob wir mit unserem Leben zufrieden oder unzufrieden sind, hängt weniger von großen Ereignissen ab als davon, ob wir mit dem Ablauf des Alltags zurecht kommen.
François de La Rochefoucauld

Gestern war ich abgestürzt – grundsätzlich fühle ich mich inzwischen wohl. Jedoch bin ich, in jeder Hinsicht, Außenseiterin. Ich versuche die Sorgen und den Ärger nicht zu nahe an mich heran zu lassen. Wiebke boykottiert ihre Reha und ich kann von hier aus nichts machen. Ich sollte – so sagen es hier die Therapeuten – ruhig und gelassen reagieren; das tun was ich tun kann und das andere lassen.

Ich muss meine Kräfte einteilen, muss mit den Ressourcen haushalten und versuchen positiv zu denken.

Gedanken sind stark. Wir können sie in jede Richtung verändern. Das können wir trainieren, ich habe gestern sehr an meinen Gedanken gearbeitet. Die Situation hat sich nicht geändert. Ich fühle mich immer noch fremd unter all den vielen Menschen, aber ich sträube mich nicht mehr – ich stelle mich dem Alltag.

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

3 Gedanken zu „Heute – Alltag“

  1. Sich fremd zu fühlen unter vielen Menschen, das ist mir nicht fremd. Dann ist man eben allein und beobachtet die anderen. Ich glaube nicht, dass man mit Kräften haushalten kann, denn sie sind ja nicht in einem Gefäß, dass irgendwann leer ist. Es kommt auf das ständige Fließen der Kräfte an und darauf, zwischendurch Pausen zu machen, sich zu „sammeln“. Essen, Schlafen und Atmen sind natürlich auch wichtig. Ist das Essen dort gut und kannst Du gut schlafen? Kann man dort Yoga machen?

  2. gedanken sind das eine, der körper das andere.
    dein körper wird jubeln, was ihm alles gutes getan wird .
    er braucht es sicher sehr nötig, die letzte zeit daheim war ja doch sehr anstrengend.
    der winter sowieso mit den krankheiten dazu.
    ich sehe deine lunge und deine bronchien lächeln und sich freuen.
    ich wünsche dir, dass du viel kraft tanken kannst! liebe grüße an dich!

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