Wenigstens draußen wird es mit Sicherheit immer wieder hell. Es gibt einen neuen Morgen.

Morgen, das ist immer der Tag danach. Egal was war. Er ist eine Chance. Es könnte ein bisschen besser sein als gestern, nur ein bisschen und das immer wieder. Es ist ein Aufbruch, ein Neubeginn, jeder Tag ist einzigartig und unwiederbringlich, er ist vergänglich.

Mein Tag war heute ein bisschen wärmer, ein wenig leichter, etwas heller.

Noch ist der Himmel in mir bewölkt, aber er hat einen leichten Schimmer. Ein sanftes Abendrot färbt die Wolken ein, es gibt die Sonne noch.

Auch wenn es jetzt bald wieder Nacht wird, in mir ist es nicht mehr ganz so dunkel. Und vielleicht gelingt es mir morgen auch, dass der neue Tag als Geschenk erlebt wird. Ich werde schlafen, um für diesen Tag gerüstet zu sein. Ich will ihn erwarten und versuchen, etwas davon zu genießen. Meine Träume sollen meiner Seele Kraft geben. Ich wünsche mir Träume, die zart und durchsichtig sind, wie das Abendrot, die den warmen Sonnenschein noch in sich tragen und die meiner Seele wieder Flügel verleihen. Noch zittert sie ein wenig in der Abendkühle, aber sie wird sich wohl nachher einkuscheln, sich anschmiegen an all die warmen Wünsche und Gedanken, die mich gestern und heute erreicht und begleitet haben – und sie wird nicht ewig frieren.

Es ist noch ein Funken in mir, das Feuer ist noch nicht erloschen. Tief in mir leuchtet noch Glut in der Finsternis. Es kann nur besser werden…

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den Hut werfen!

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