Wunsch

Ich wünsche mir eine richtige Krankheit zu haben – eine, die auch gesellschaftsfähig zu sein scheint. 

Veröffentlicht von

petra ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

4 Gedanken zu „Wunsch“

  1. Ich glaube, so was ist schwierig heutzutage, schon allein weil das Wort „gesellschaftsfähig“ nicht eindeutig ist. Was ich meine: gesellschaftsfähige Krankheit – eine, die von Mitmenschen auch als solche erkannt wird, so dass sie im Idealfall etwas Rücksicht nehmen? Das kriegen heute noch nichtmal Diabetiker zwangsläufig mehr hin und als Asthmatikerin wirst du da eventuell auch das ein oder andere Lied von singen können. Oder: gesellschaftsfähige Krankheit – eine, die einen dennoch unter Menschen gehen lässt, an der Umwelt teilzuhaben?

    Für Depression gilt das beides nicht. Ist ja kein „Burn-Out“, wie bei den (ha ha) „Leistungsträgern“. Obwohl ich den Wunsch, dass es anerkannt wird und jemand vielleicht spüren kann, das und welche Hilfe benötigt wird gut nachvollziehen kann.

  2. Hm. Vielleicht wäre eine „richtige“ Krankheit doch nicht richtig, weil es noch immer eine Krankheit ist … Weißt Du, ich wünsche Dir, daß (weil, was auch immer ein Mensch hat, das nicht als Krankheit gesehen werden muß, sondern als etwas, unter dem dieser Mensch leidet) Dein Leiden leichter wird oder endet …

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