aufgewacht

…oder wach? Zumindest  schlafe ich nicht und habe Wiebke versorgt. Mit dicken Glüsen (Augen) eine Leistung.

Vorhin war ich stehen geblieben, dass ich meine Depression meinem erweiterten Umfeld erzählen möchte. Natürlich werde ich nicht damit hausieren, aber ich denke, dass die Chorleiterin und die unmittelbaren Nachbarn, die mir immer wieder helfen erfahren sollten, warum ich mich zurückgezogen habe. Wie ich es sagen soll, weiß ich allerdings noch nicht. Wie sie es aufnehmen auch nicht!

Verdammt schwer! Søren Aabye Kierkegaard, der auch depressiv war, schrieb: Die größte Gefahr, die, sich zu verlieren, kann in der Welt so ruhig vor sich gehen, als wäre es nichts. Kein Verlust kann so stille hingehen; Jeder andere Verlust, ein Arm, ein Bein, fünf Reichsbanktaler, eine Hausfrau und so weiter, ist doch zu merken. 

Stimmt, man sieht die Depression nicht, man kann sie gut verstecken, sie hat immer noch einen Makel und da kann Goethe depressiv gewesen sein und John F. Kennedy und doch wird dir gesagt, dass du dich zusammenreißen musst. Deswegen ist es so verdammt schwer sich zu outen. Deswegen ist es nicht leicht, die Fassade fallen zu lassen. Schön sein, und attraktiv – nur nicht die, ach so unbegründete, Traurigkeit zeigen.

Ich schlafe noch ein bisschen, oder lese Kurzgeschichten von Elke Heidenreich – oder ich gucke in die Mediathek des ZDF nach der gestrigen 37° Sendung

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1 Kommentar

  1. Für jemanden, der mittendrin steckt, war die Sendung nicht wirklich hilfreich. Tröstlich ja – ein bisschen, aber auch erschreckend. Ein langer Weg liegt vor mir…

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